schwestern brauchen brüder,
sonst sind es nur frauenzimmer!
Samstag, Dezember 09, 2006
dreihundertundvierundzwanzig
es ist schon wieder so viel zeit vergangen,
dass ich mich langsam frage,
wo die vergangene zeit eigentlich hingeht.
da braucht es eine große kläranlage!
dass ich mich langsam frage,
wo die vergangene zeit eigentlich hingeht.
da braucht es eine große kläranlage!
dreihundertunddreiundzwanzig
toaststücke werden gerne zweigeteilt,
fragen sie mich nicht nach dem grund.
ich weiss nur,
dass sie dadurch nicht schlechter schmecken,
als im ganzen.
die mundwinkel reisst man sich auch nicht so leicht dabei ein!
fragen sie mich nicht nach dem grund.
ich weiss nur,
dass sie dadurch nicht schlechter schmecken,
als im ganzen.
die mundwinkel reisst man sich auch nicht so leicht dabei ein!
dreihundertundzweiundzwanzig
es ist ein jammer,
wieviel freude mir das schreiben macht,
obwohl es nichts wert ist!
wieviel freude mir das schreiben macht,
obwohl es nichts wert ist!
dreihundertundeinundzwanzig
ungeschoren
komme
ich meistens
davon,
doch die jagd
hat noch nicht begonnen!
aber fast auch schon wieder!
egal,
es wird geschossen werden
und viel gejammert,
auf beiden seiten - wie immer!
komme
ich meistens
davon,
doch die jagd
hat noch nicht begonnen!
aber fast auch schon wieder!
egal,
es wird geschossen werden
und viel gejammert,
auf beiden seiten - wie immer!
dreihundertundzwanzig
genug investiert,
jetzt muss gerechnet werden,
ob es sich ausgezahlt hat,
dass man ein lebtag lang
etwas getan hat,
das die anderen wollten.
nur selber,
da hatte man keine zeit,
ernsthaft zu sein!
jetzt muss gerechnet werden,
ob es sich ausgezahlt hat,
dass man ein lebtag lang
etwas getan hat,
das die anderen wollten.
nur selber,
da hatte man keine zeit,
ernsthaft zu sein!
dreihundertundneunzehn
sehr viele institute haben einen leiter,
ich habe auch eine leiter,
auf der stehe ich manchmal
und schraube eine birne in die fassung,
dass es nachher wieder hell ist!
so geht manches viel einfacher,
und doch nicht ganz im dunkeln!
ich habe auch eine leiter,
auf der stehe ich manchmal
und schraube eine birne in die fassung,
dass es nachher wieder hell ist!
so geht manches viel einfacher,
und doch nicht ganz im dunkeln!
dreihundertundachtzehn
wenn es morgen auch wieder hell werden sollte,
dann haben wir gute aussichten darauf,
dass wieder ein neuer tag für uns zur verfügung gestellt wird,
der genauso sinnlos ist,
wie der heutige.
dann haben wir gute aussichten darauf,
dass wieder ein neuer tag für uns zur verfügung gestellt wird,
der genauso sinnlos ist,
wie der heutige.
dreihundertundsiebzehn
langsam kommt der durst,
habe schon seit siebenundneunzig tagen
nichts getrunken!
das wasser nicht mitgezählt,
obwohl es nicht so viel war,
dass es mir zum ertrinken gereicht hätte.
für eine taufe,
da hätte es auf alle fälle gereicht,
ohne händewaschen!
habe schon seit siebenundneunzig tagen
nichts getrunken!
das wasser nicht mitgezählt,
obwohl es nicht so viel war,
dass es mir zum ertrinken gereicht hätte.
für eine taufe,
da hätte es auf alle fälle gereicht,
ohne händewaschen!
dreihundertundsechzehn
leider habe ich heute noch nichts von meinem guten freund vernommen!
er wird es schon wissen,
dass ich an ihn gedacht!
der magen wird ihm rumort haben,
so um die - genauer will ich jetzt nicht werden,
sonst bildet er sich am ende noch etwas darauf ein,
dass er einen freund hat.
aber ansonsten,
da brauche ich auch noch meine medizin,
dass ich ihn ertrage,
den lauser!
er wird es schon wissen,
dass ich an ihn gedacht!
der magen wird ihm rumort haben,
so um die - genauer will ich jetzt nicht werden,
sonst bildet er sich am ende noch etwas darauf ein,
dass er einen freund hat.
aber ansonsten,
da brauche ich auch noch meine medizin,
dass ich ihn ertrage,
den lauser!
dreihundertundfünfzehn
wie dankbar bin ich doch,
sklave sein zu dürfen!
da brauche ich mich wenigstens
nicht um mein leben zu sorgen!
sklave sein zu dürfen!
da brauche ich mich wenigstens
nicht um mein leben zu sorgen!
dreihundertundvierzehn
auf den dächern liegt kein schnee,
viel zu früh zu bett ich geh.
leg mich nieder,
schlafe weg,
mach auch noch die augen zu,
wünsch mir zu diesem zweck,
eine gute nacht dazu!
viel zu früh zu bett ich geh.
leg mich nieder,
schlafe weg,
mach auch noch die augen zu,
wünsch mir zu diesem zweck,
eine gute nacht dazu!
dreihundertunddreizehn
gemälde werden oft versteigert,
der sinn ist mir nicht klar.
man sollte gemälde betrachten
und nicht versteigern.
aber bitte,
es gibt auch autofahrer,
die nicht tanken können!
der sinn ist mir nicht klar.
man sollte gemälde betrachten
und nicht versteigern.
aber bitte,
es gibt auch autofahrer,
die nicht tanken können!
dreihundertundzwölf
einen neuen staubsaugerbeutel
will ich mir einkaufen.
der alte hat schon ziemlich viel zu schlucken gehabt.
da braucht es einen ersatz!
so wie im richtigen leben auch!
will ich mir einkaufen.
der alte hat schon ziemlich viel zu schlucken gehabt.
da braucht es einen ersatz!
so wie im richtigen leben auch!
dreihundertundelf
von verschwörungen
blieb ich noch nie verschont!
da interessiere ich mich doch
lieber für den mount weather
als für einen suppenkasper!
wenn er auch den broccoli nicht mag,
der herr vater,
der bub schnalzt die iraker her,
dass es nur so scheppert.
und der engländer
hilft ihm dabei,
so man es so benennen soll!
blieb ich noch nie verschont!
da interessiere ich mich doch
lieber für den mount weather
als für einen suppenkasper!
wenn er auch den broccoli nicht mag,
der herr vater,
der bub schnalzt die iraker her,
dass es nur so scheppert.
und der engländer
hilft ihm dabei,
so man es so benennen soll!
dreihundertundzehn
meine tanten,
die schon lange verstorben sind,
kochen mir keinen kuchen mehr!
mich wundert es zwar,
doch nehme ich es ungeprüft
zur kenntnis.
meistens hilft ja ohnehin nur
ein frommes gebet.
da kann es mir selber auch gleich ein wenig
wohler ums herz herum werden!
die schon lange verstorben sind,
kochen mir keinen kuchen mehr!
mich wundert es zwar,
doch nehme ich es ungeprüft
zur kenntnis.
meistens hilft ja ohnehin nur
ein frommes gebet.
da kann es mir selber auch gleich ein wenig
wohler ums herz herum werden!
dreihundertundneun
jetzt könnte ich schon fast
weihnachten feiern.
so nah war ich heuer überhaupt noch nicht dran!
weihnachten feiern.
so nah war ich heuer überhaupt noch nicht dran!
dreihundertundacht
manisch depressive verstimmungen
schwanken durch das leben und suchen sich
opfer
die täter bleiben meistens auch noch bis spät in die nacht hinein wach!
suchen sich einen baum,
zum anlehnen!
der stamm kann ruhig auch ein herz eingeschnitten haben,
das ist denen egal - die machen sich nichts draus!
schwanken durch das leben und suchen sich
opfer
die täter bleiben meistens auch noch bis spät in die nacht hinein wach!
suchen sich einen baum,
zum anlehnen!
der stamm kann ruhig auch ein herz eingeschnitten haben,
das ist denen egal - die machen sich nichts draus!
dreihundertundsieben
kaufe mir
heute noch
bestimmt
einen feuerkäfer
mit schluckbeschwerden!
damit auch ich
etwas zum lachen habe!
die katze frißt mir ohnehin
schon länger kein heu mehr
aus der hand!
heute noch
bestimmt
einen feuerkäfer
mit schluckbeschwerden!
damit auch ich
etwas zum lachen habe!
die katze frißt mir ohnehin
schon länger kein heu mehr
aus der hand!
dreihundertundsechs
schlechtes wetter
nicht im april
anderntags so im dezember
hat auch seine nachteile,
obwohl ich nach dem vorteil suche!
muss einen punkt machen,
sonst kommt hier nichts
zu einem ende.
das war es - hengstblut!
nicht im april
anderntags so im dezember
hat auch seine nachteile,
obwohl ich nach dem vorteil suche!
muss einen punkt machen,
sonst kommt hier nichts
zu einem ende.
das war es - hengstblut!
dreihundertundfünf
der geschirrspüler
kann mir keinen mantel stricken.
gänseleber ist ein gutes füllmaterial,
wenn die kühle in die häuser schleicht.
oft wundere ich mich über die vergangenen tage
oft aber auch nicht all zu arg!
kann mir keinen mantel stricken.
gänseleber ist ein gutes füllmaterial,
wenn die kühle in die häuser schleicht.
oft wundere ich mich über die vergangenen tage
oft aber auch nicht all zu arg!
dreihundertundvier
klavierspielende
sonatenfreunde
mühen sich bis spät in die nacht hinein
ab mit einem hering
alleine die asketen
werden es begreifen!
sonatenfreunde
mühen sich bis spät in die nacht hinein
ab mit einem hering
alleine die asketen
werden es begreifen!
dreihundertunddrei
ich geselle mich dazu
und wundere mich nicht wenig,
dass ich nicht auffalle,
so wie ich mich dazustelle.
gerade
ohne beugung!
und wundere mich nicht wenig,
dass ich nicht auffalle,
so wie ich mich dazustelle.
gerade
ohne beugung!
dreihundertundzwei
nicht alle, die an etwas glauben,
glauben auch wirklich an etwas.
die meisten glauben an etwas,
das eher gar nichts ist!
glauben auch wirklich an etwas.
die meisten glauben an etwas,
das eher gar nichts ist!
dreihundertundeins
ich habe mir
einen habicht geschossen,
jetzt will das luder nicht sterben,
obwohl ich's erschossen habe,
das mistvieh!
wie soll ich's fressen,
wenn's nicht stirbt?
das habe ich jetzt davon!
da wäre er mir lieber unerschossen und lebendig,
als erschossen und nicht gestorben!
so dreh' ich's - wie ich's wenden kann,
es kommt doch nicht's vernünftiges dabei heraus!
einen habicht geschossen,
jetzt will das luder nicht sterben,
obwohl ich's erschossen habe,
das mistvieh!
wie soll ich's fressen,
wenn's nicht stirbt?
das habe ich jetzt davon!
da wäre er mir lieber unerschossen und lebendig,
als erschossen und nicht gestorben!
so dreh' ich's - wie ich's wenden kann,
es kommt doch nicht's vernünftiges dabei heraus!
Freitag, Dezember 08, 2006
dreihundert
schweigen
auf bäumen
schweigen
in träumen
schlafendes gewitter
ohne donnergrollen
wehe denen,
die ahnen,
was noch auf uns
zukommen will!
auf bäumen
schweigen
in träumen
schlafendes gewitter
ohne donnergrollen
wehe denen,
die ahnen,
was noch auf uns
zukommen will!
zweihundertundneunundneunzig
genau das eine ist mir zuviel geworden,
jetzt kann ich es nicht mehr zählen.
ich verliere die übersicht über das ganze.
noch soviel hätte ich mir vorgenommen.
da holt mich der winter ein
und schnee legt sich auf meinen hügel.
dass ich nicht weiter in unruhe leide
ich bleibe unten - keine angst!
jetzt kann ich es nicht mehr zählen.
ich verliere die übersicht über das ganze.
noch soviel hätte ich mir vorgenommen.
da holt mich der winter ein
und schnee legt sich auf meinen hügel.
dass ich nicht weiter in unruhe leide
ich bleibe unten - keine angst!
zweihundertundachtundneunzig
für ein an hoffnung verarmtes volk:
als ein an wirklichkeit verblendeter teilnehmer
kauert er
ohne wirklichkeitserinnerung
schlafumnachtet
mit kochender hypophyse
allein
herumstehend oder auch liegend
in beklemmender
unruhe
leidend
und kann es sich nicht leisten
zu sterben
als ein an wirklichkeit verblendeter teilnehmer
kauert er
ohne wirklichkeitserinnerung
schlafumnachtet
mit kochender hypophyse
allein
herumstehend oder auch liegend
in beklemmender
unruhe
leidend
und kann es sich nicht leisten
zu sterben
zweihundertundsiebenundneunzig
hier bin ich noch nicht ganz an das ende gekommen
hier werde ich beim besten willen nicht weiter kommen
hier bleibe ich das,
was ich immer schon war:
ein erblindeter
der nichts sehen darf
ein tauber
der nichts hören darf
ein lahmer
der nicht gehen darf
ein mensch
der nicht leben darf
hier werde ich beim besten willen nicht weiter kommen
hier bleibe ich das,
was ich immer schon war:
ein erblindeter
der nichts sehen darf
ein tauber
der nichts hören darf
ein lahmer
der nicht gehen darf
ein mensch
der nicht leben darf
zweihundertundsechsundneunzig
ach ich unberühmter
dahinsiechender
erbärmlicher
bemitleidenswerter
vollkommen
trunkener
im wein
im bierglas
im schnapsfass
ertrunkener
ohne gefühl
gelähmter
ich
dahinsiechender
erbärmlicher
bemitleidenswerter
vollkommen
trunkener
im wein
im bierglas
im schnapsfass
ertrunkener
ohne gefühl
gelähmter
ich
zweihundertundfünfundneunzig
wäre ich ein künstler,
ich würde schreibend
gedichte berühmter
dichtender
überdichten.
so aber bleibt
mir nur
das,
was ich tue übrig!
ich würde schreibend
gedichte berühmter
dichtender
überdichten.
so aber bleibt
mir nur
das,
was ich tue übrig!
zweihundertundvierundneunzig
mohnstrudel
mit
kakao
oder kakau
oder kaukau
oder cacao
oder gagau
egal
es schmeckt mir
so verpanscht
zermatscht
zerkaut
verschluckt
genossen
und aus!
mit
kakao
oder kakau
oder kaukau
oder cacao
oder gagau
egal
es schmeckt mir
so verpanscht
zermatscht
zerkaut
verschluckt
genossen
und aus!
zweihundertunddreiundneunzig
genauste
recherchen
erzwingen
unermüdliches
spucken
drängeleien
begleiten
weihnachten
geschichten
berichten
grausigstes
kassenklingeln
vorgetäuschte
fröhlichkeit
seligkeit
weihnachtszeit
recherchen
erzwingen
unermüdliches
spucken
drängeleien
begleiten
weihnachten
geschichten
berichten
grausigstes
kassenklingeln
vorgetäuschte
fröhlichkeit
seligkeit
weihnachtszeit
zweihundertundzweiundneunzig
liebes tagebuch!
ich friere vor lauter weinen!
mir ist schon ganz blümerant!
ich gehorche nur noch meiner
inneren stimme
tageweise
vor der mitternacht ist es am
schlimmsten.
da will der tag nicht enden!
nicht um's verrecken nicht!
ich friere vor lauter weinen!
mir ist schon ganz blümerant!
ich gehorche nur noch meiner
inneren stimme
tageweise
vor der mitternacht ist es am
schlimmsten.
da will der tag nicht enden!
nicht um's verrecken nicht!
zweihundertundeinundneunzig
die kunst des kriegsführens in ihrer obersten vollendung
herr bush und herr blair - aufgepasst ihr beiden -
ist es
keinen krieg zu führen!
herr bush und herr blair - aufgepasst ihr beiden -
ist es
keinen krieg zu führen!
zweihundertundneunzig
die eine,
die es wissen sollte,
die kann es nicht sagen,
weil sie stumm ist.
vom hinschauen geblendet,
wird mir auch schon ganz schlecht!
dabei wäre es doch so einfach gewesen,
wenn man es mir vorher besser erklärt hätte!
jetzt kann ich mir nur die vorwürfe machen,
und einen spass!
die es wissen sollte,
die kann es nicht sagen,
weil sie stumm ist.
vom hinschauen geblendet,
wird mir auch schon ganz schlecht!
dabei wäre es doch so einfach gewesen,
wenn man es mir vorher besser erklärt hätte!
jetzt kann ich mir nur die vorwürfe machen,
und einen spass!
zweihundertundneunundachtzig
so ist es im leben!
so oder so!
ganz weit weg schwimmen!
untergehen!
nicht ertrinken dabei,
das ist die kunst!
so oder so!
ganz weit weg schwimmen!
untergehen!
nicht ertrinken dabei,
das ist die kunst!
zweihundertundachtundachtzig
jetzt ist aber schluss!
schluss ist,
wenn ich es sage!
ich habe es gesagt!
darum ist schluss!
aus!
schluss ist,
wenn ich es sage!
ich habe es gesagt!
darum ist schluss!
aus!
Donnerstag, Dezember 07, 2006
zweihundertundsiebenundachtzig
scan me tomorrow!
scan me tonight!
scan me my darling!
scan me
wenn's di gfreit!
this is for the bush,
and the blair
and dedicated to all
of my beloved!
god bless you today and
god bless you tomorrow
god will blow away
your hate and my sorrow!
scan me tonight!
scan me my darling!
scan me
wenn's di gfreit!
this is for the bush,
and the blair
and dedicated to all
of my beloved!
god bless you today and
god bless you tomorrow
god will blow away
your hate and my sorrow!
zweihundertundsechsundachtzig
morgen könnt ihr mich für meine taten köpfen,
aber heute könnt ihr mich dafür nur am anderen ende liebkosen!
aber heute könnt ihr mich dafür nur am anderen ende liebkosen!
zweihundertundfünfundachtzig
heute ist die welt verrückt geworden
gestern konnte ich es noch ertragen
morgen wird es wieder eine spur einfacher
wo bin ich hier nur gelandet!
gestern konnte ich es noch ertragen
morgen wird es wieder eine spur einfacher
wo bin ich hier nur gelandet!
zweihundertundvierundachtzig
gehustet
geträumt
gelacht
gebräunt
gedanken
genommen
gebäude
geronnen
gemieden
gelitten
gesotten
geritten
geträumt
gelacht
gebräunt
gedanken
genommen
gebäude
geronnen
gemieden
gelitten
gesotten
geritten
zweihundertunddreiundachtzig
wann wird mir endlich das alles getohlen?
so, wie es mir gestohlen werden kann!
alles nur leeres blabla
hülsenwerk
stückfrucht
anderssinniges!
alleingebliebener
davongestohlener
abgelegt
vergeudet!
so, wie es mir gestohlen werden kann!
alles nur leeres blabla
hülsenwerk
stückfrucht
anderssinniges!
alleingebliebener
davongestohlener
abgelegt
vergeudet!
zweihundertundzweiundachtzig
was mich das hier alles schon aufregt!
alleine der gedanke daran
macht mich verrückt!
kein wunder,
dass ich nicht mehr klar denken kann!
womit denn auch - wozu?
alleine der gedanke daran
macht mich verrückt!
kein wunder,
dass ich nicht mehr klar denken kann!
womit denn auch - wozu?
zweihundertundachtzig
mir fehlt ein stück eines traumes,
den werde ich mir nie mehr in erinnerung rufen können!
alleine deswegen sollte ich schon traurig sein,
aber fehlt mir doch ein stück aus der erinnerung,
so soll es mich wenigstens ärgern,
das habe ich mir gewiss verdient!
den werde ich mir nie mehr in erinnerung rufen können!
alleine deswegen sollte ich schon traurig sein,
aber fehlt mir doch ein stück aus der erinnerung,
so soll es mich wenigstens ärgern,
das habe ich mir gewiss verdient!
zweihundertundneunundsiebzig
was habe ich heute wieder glück gehabt!
mal schauen,
ob es sich morgen auch wieder ausgehen wird!
mal schauen,
ob es sich morgen auch wieder ausgehen wird!
zweihundertundachtundsiebzig
meine taschen sind leer,
mein verstand ist auch nicht mehr das,
was er einmal sein soll!
mein verstand ist auch nicht mehr das,
was er einmal sein soll!
zweihundertundsiebenundsiebzig
ich schäle ein ei,
das bricht mir entzwei,
dann wären es zwei,
und niemals nie drei!
ein schwarzer ein roter,
ein ei und ein dotter!
jetzt raten sie doch,
wie lange warten sie noch.
finden sie es heraus,
sonst ist es hier noch nicht aus!
das bricht mir entzwei,
dann wären es zwei,
und niemals nie drei!
ein schwarzer ein roter,
ein ei und ein dotter!
jetzt raten sie doch,
wie lange warten sie noch.
finden sie es heraus,
sonst ist es hier noch nicht aus!
zweihundertundsechsundsiebzig
es rumort in den eingeweiden,
doch mir fällt ein stein vom herzen,
es ist nicht mein gedärm,
das sich vor schrecken windet,
es ist das, meines nachbarn.
oh - ich im unglück glücklicher!
doch mir fällt ein stein vom herzen,
es ist nicht mein gedärm,
das sich vor schrecken windet,
es ist das, meines nachbarn.
oh - ich im unglück glücklicher!
Montag, Dezember 04, 2006
zweihundertundfünfundsiebzig
genaueste recherchen haben ergeben,
dass es sich nicht ausgehen wird.
die kühle des tages
nimmt die stimmung der nacht vorweg.
wehe denen,
die erwachen
und nie wußten,
dass sie schliefen!
dass es sich nicht ausgehen wird.
die kühle des tages
nimmt die stimmung der nacht vorweg.
wehe denen,
die erwachen
und nie wußten,
dass sie schliefen!
zweihundertundvierundsiebzig
mücken stechen,
kühe muhen!
ansonsten fällt mir nicht viel auf!
es ist eine schöne zeit gewesen,
der sommer!
jetzt erinnere ich mich aber schon lieber
an den nächsten frühling!
kühe muhen!
ansonsten fällt mir nicht viel auf!
es ist eine schöne zeit gewesen,
der sommer!
jetzt erinnere ich mich aber schon lieber
an den nächsten frühling!
zweihundertunddreiundsiebzig
die sklaven schnauben!
die herren sabbern!
die anderen denken sich nichts dabei!
wer aber die wissenden kennt,
der bekommt es mit der angst zu tun.
soviel sei verraten!
der gruß mit dem zeichen an der stirn,
erwidere ihn mit dem signal ohr und ellenbogen!
sonst nützt es dir nichts und du bist verloren!
die herren sabbern!
die anderen denken sich nichts dabei!
wer aber die wissenden kennt,
der bekommt es mit der angst zu tun.
soviel sei verraten!
der gruß mit dem zeichen an der stirn,
erwidere ihn mit dem signal ohr und ellenbogen!
sonst nützt es dir nichts und du bist verloren!
zweihundertundzweiundsiebzig
ein käfer wundert sich,
und krabbelt seines weges.
warum ich dies weiß?
keineswegs, ich weiß es nicht,
ich mutmaße nur!
mutmaße darüber, ob nicht das denken eines käfers
gleichzusetzen wäre, mit dem handeln der menschen,
so einfach vor sich hin krabbeln!
und krabbelt seines weges.
warum ich dies weiß?
keineswegs, ich weiß es nicht,
ich mutmaße nur!
mutmaße darüber, ob nicht das denken eines käfers
gleichzusetzen wäre, mit dem handeln der menschen,
so einfach vor sich hin krabbeln!
zweihundertundeinundsiebzig
es müht sich die biene,
es müht sich der narr,
verzieht dabei keine miene,
bleibt so dumm, wie er war.
sieht nicht vorwärts nicht seitwärts,
nicht zurück und nicht nach,
so geht es nun mit ihm abwärts,
tief im schlaf und nicht wach!
es müht sich der narr,
verzieht dabei keine miene,
bleibt so dumm, wie er war.
sieht nicht vorwärts nicht seitwärts,
nicht zurück und nicht nach,
so geht es nun mit ihm abwärts,
tief im schlaf und nicht wach!
Sonntag, Dezember 03, 2006
zweihundertundsiebzig
ich will es tun,
ich lade ein,
es wird ein großer schrecken!
wenn wir uns alle insgesamt,
mit feuer ganz bedecken!
es ist ein spass und eine freude,
ich mag es, wenn es kracht,
wenn einstürzt dieses altgebäude,
und alles heftig lacht!
es ging ein bucklicht mändelein,
allein durch einen wald - und es fiel um und war gleich tot
es war ihm viel zu kalt!
so kam das bucklicht mändelein,
niemals im leben an - es war nicht viel daran verlor'n
es ging niemand was an!
ich lade ein,
es wird ein großer schrecken!
wenn wir uns alle insgesamt,
mit feuer ganz bedecken!
es ist ein spass und eine freude,
ich mag es, wenn es kracht,
wenn einstürzt dieses altgebäude,
und alles heftig lacht!
es ging ein bucklicht mändelein,
allein durch einen wald - und es fiel um und war gleich tot
es war ihm viel zu kalt!
so kam das bucklicht mändelein,
niemals im leben an - es war nicht viel daran verlor'n
es ging niemand was an!
zweihundertundneunundsechzig
oft ärgert mich ein kleines mückelein,
das fliegt um meinen kopf!
ich ärg're mich - und bücke mich und dresche auf es ein!
was bück-ich-mich,
was ärg'r-ich-mich,
was könnt noch mehr ich tun,
als stehenbleiben, lichtabdrehen
all das - ich schreib es stumm!
so ist wieder ein unsinn mehr
auf dieser kleinen welt,
ein unsinn, der zum unsinn zählt,
ach herz - was willst du mehr!
es reimte sich - es dichtete und hat auch ein gesicht,
drum nennen das die menschen dort oft gerne auch gedicht!
das fliegt um meinen kopf!
ich ärg're mich - und bücke mich und dresche auf es ein!
was bück-ich-mich,
was ärg'r-ich-mich,
was könnt noch mehr ich tun,
als stehenbleiben, lichtabdrehen
all das - ich schreib es stumm!
so ist wieder ein unsinn mehr
auf dieser kleinen welt,
ein unsinn, der zum unsinn zählt,
ach herz - was willst du mehr!
es reimte sich - es dichtete und hat auch ein gesicht,
drum nennen das die menschen dort oft gerne auch gedicht!
zweihundertundachtundsechzig
zu kurz ist alles,
was mühsal mir machte!
zu kurz am flackern.
zu kurz am lebendbleiben!
ich will es noch einmal versuchen und schreibe auf,
was ich doch auch leicht vergessen hätte können!
was mühsal mir machte!
zu kurz am flackern.
zu kurz am lebendbleiben!
ich will es noch einmal versuchen und schreibe auf,
was ich doch auch leicht vergessen hätte können!
zweihundertundsiebenundsechzig
ich habe mich heute beim laufen dabei erwischt,
wie ich doch kurz darüber nachdachte,
was es wohl morgen neues geben würde.
sofort blieb ich im augenblick des gedankens fix im laufen stehen!
wenn das noch einmal sein soll,
was zu vermeiden wäre,
dann will ich geloben,
dass keinen schritt ich mehr laufend durchs leben gehe,
wenn es mich doch dem,
vor dem ich flüchte,
noch näher zu bringen vermag!
wie ich doch kurz darüber nachdachte,
was es wohl morgen neues geben würde.
sofort blieb ich im augenblick des gedankens fix im laufen stehen!
wenn das noch einmal sein soll,
was zu vermeiden wäre,
dann will ich geloben,
dass keinen schritt ich mehr laufend durchs leben gehe,
wenn es mich doch dem,
vor dem ich flüchte,
noch näher zu bringen vermag!
zweihundertundsechsundsechzig
gefangen in den zwängen des zählen müssens,
zähle ich auf,
was es an überschriften gibt.
einhundertundmehrnochalsvorher
zweihundertundvielmehrnochalszuletzt
wo mag das enden!
ich armer narr - ich abgefallener lichtbringer!
ich ewiger, der sich dem morgenlicht hingibt!
zähle ich auf,
was es an überschriften gibt.
einhundertundmehrnochalsvorher
zweihundertundvielmehrnochalszuletzt
wo mag das enden!
ich armer narr - ich abgefallener lichtbringer!
ich ewiger, der sich dem morgenlicht hingibt!
zweihundertundfünfundsechzig
der perseidenschwarm war heuer bei weitem nicht das,
wie früher.
obwohl es den meisten egal ist,
die sternschnuppen machen mir noch immer viel freude.
einzig, was anstrengt dabei, sind die vielen wünsche,
die sich erfüllen müssen - nachher!
wie früher.
obwohl es den meisten egal ist,
die sternschnuppen machen mir noch immer viel freude.
einzig, was anstrengt dabei, sind die vielen wünsche,
die sich erfüllen müssen - nachher!
zweihundertundvierundsechzig
im morgennebel
da kann ich düsteres ahnen
nichts schlafendes versteckt sich da,
nein,
es ist erwachtes, was mich ängstigt!
fast fröstelt es mich schon!
hoffentlich währet die nacht noch lange,
so lange,
dass es der morgennebel aufgibt,
auf sein ihm naturgegebenes recht,
hereinzufallen,
zu pochen!
nur glauben will ich daran so ganz und gar nicht!
ehrlich!
da kann ich düsteres ahnen
nichts schlafendes versteckt sich da,
nein,
es ist erwachtes, was mich ängstigt!
fast fröstelt es mich schon!
hoffentlich währet die nacht noch lange,
so lange,
dass es der morgennebel aufgibt,
auf sein ihm naturgegebenes recht,
hereinzufallen,
zu pochen!
nur glauben will ich daran so ganz und gar nicht!
ehrlich!
zweihundertunddreiundsechzig
erstaunlicherweise ist im heurigen spätherbst noch keine idee eines winters zu erkennen.
wozu auch.
es wird ohnehin in den herzen kühler,
da ist es doch nicht falsch,
wenn die landschaft wenigstens sich zu erwärmen vermag.
es gab schon vieles,
was hier nicht berichtet wurde.
das aber,
das ist schon stark!
wozu auch.
es wird ohnehin in den herzen kühler,
da ist es doch nicht falsch,
wenn die landschaft wenigstens sich zu erwärmen vermag.
es gab schon vieles,
was hier nicht berichtet wurde.
das aber,
das ist schon stark!
Sonntag, November 26, 2006
zweihundertundzweiundsechzig
ich erkenne euch wieder,
ihr seid der nie weggewesene,
der immer daseiende.
der siechende,
der gesunde.
der immerundewige.
der, mit dem namen!
ihr seid der nie weggewesene,
der immer daseiende.
der siechende,
der gesunde.
der immerundewige.
der, mit dem namen!
zweihundertundeinundsechzig
genug ist genug!
ihr seid erkannt!
es wird euch treffen in der nacht,
am morgen, mittags oder zu einer anderen zeit!
es ist soweit!
das göttliche in uns ist aufgewacht!
ihr seid erkannt!
es wird euch treffen in der nacht,
am morgen, mittags oder zu einer anderen zeit!
es ist soweit!
das göttliche in uns ist aufgewacht!
Dienstag, November 21, 2006
zweihundertundsechzig
ich war noch nie so alt, als zu dem zeitpunkt,
an dem ich begann,
über die verbrannten jahre nachzudenken!
die zeit ist ein feuer,
welches das leben verbrennt!
an dem ich begann,
über die verbrannten jahre nachzudenken!
die zeit ist ein feuer,
welches das leben verbrennt!
zweihundertundneunundfünfzig
mir gehen die gedanken allmählich aus.
ich finde nichts mehr,
was es wert wäre,
berichtet zu werden!
wir leben in imaginären welten,
die uns den schleier des vergessens verweigern.
nur durch kühnheit kann sich etwas
zum besseren oder auch nicht
verändern!
es wird sich weisen - mal seh'n!
ich finde nichts mehr,
was es wert wäre,
berichtet zu werden!
wir leben in imaginären welten,
die uns den schleier des vergessens verweigern.
nur durch kühnheit kann sich etwas
zum besseren oder auch nicht
verändern!
es wird sich weisen - mal seh'n!
zweihundertundachtundfünzig
ich kann leider jetzt nicht mehr hier bleiben,
ich habe noch zu tun.
etwas besseres nämlich,
als hier für niemanden
was aufzuschreiben.
küss die hand herr niemand,
küss die hand gnä frau!
ich habe noch zu tun.
etwas besseres nämlich,
als hier für niemanden
was aufzuschreiben.
küss die hand herr niemand,
küss die hand gnä frau!
zweihundertundsiebenundfünfzig
in der kürze liegt die würze
etwas länger
mir wird bänger
was auch zu erzählen bleibt
hat zeit, bis dass der flieder treibt
jetzt ist es wieder zeit zum gehn
wir werden morgen weitersehn!
was zu tun ist, ist zu machen,
vergehen wird ihm dann das lachen,
dass er nicht kennt,
dass er nicht hat.
beim schachspiel hiess es jetzt schachmatt!
etwas länger
mir wird bänger
was auch zu erzählen bleibt
hat zeit, bis dass der flieder treibt
jetzt ist es wieder zeit zum gehn
wir werden morgen weitersehn!
was zu tun ist, ist zu machen,
vergehen wird ihm dann das lachen,
dass er nicht kennt,
dass er nicht hat.
beim schachspiel hiess es jetzt schachmatt!
zweihundertundsechsundfünfzig
es fröstelt mich am ende
des körpers - irgendwo
man kann sich ja nicht überall für alles erwärmen
immerzu
hin und wieder
muss man
anders sein
kälter!
des körpers - irgendwo
man kann sich ja nicht überall für alles erwärmen
immerzu
hin und wieder
muss man
anders sein
kälter!
Sonntag, November 19, 2006
zweihundertundfünfundfünfzig
frohlocket ihr hirten
und freuet euch sehr
bald ist wieder weihnachten
und hirschbrunft!
und freuet euch sehr
bald ist wieder weihnachten
und hirschbrunft!
zweihundertunddreiundfünfzig
hier stand einmal etwas ganz anderes!
ich löschte es, weil ich heute sicher bin,
dass es nichts gibt,
was geschrieben steht!
ich löschte es, weil ich heute sicher bin,
dass es nichts gibt,
was geschrieben steht!
zweihundertundzweiundfünfzig
viele zuschriften haben mich erreicht (sagen wir einfach so),
die von mir alle - bis auf wenige ausnahmen, die frugen, was schweinebäuche in peking am 14.08.1984 um 9.30 kantonesischer Zeit gekostet hätten - die eine frage beantwortet haben möchten:
nun - ich möchte weiter darüber schweigen - wenn es recht ist!
die von mir alle - bis auf wenige ausnahmen, die frugen, was schweinebäuche in peking am 14.08.1984 um 9.30 kantonesischer Zeit gekostet hätten - die eine frage beantwortet haben möchten:
nun - ich möchte weiter darüber schweigen - wenn es recht ist!
zweihundertundeinundfünfzig
als ich - der ich jetzt im erwachsenenalter stehe - selber noch kind war,
da gab es keine anderen zerstreuungen, als holz hacken, brunnenwasser pumpen,
kühe melken, schweine füttern, mindere dienste verrichten (das klo putzen und hunderte andere ekelige dienstleistungen an gegenständen oder menschen).
obwohl ich mir einbilde,
dass es damals noch heller war,
kurz vor dem schlafengehen.
aber wie gesagt,
es kann sein,
dass ich mir das alles nur einbilde!
da gab es keine anderen zerstreuungen, als holz hacken, brunnenwasser pumpen,
kühe melken, schweine füttern, mindere dienste verrichten (das klo putzen und hunderte andere ekelige dienstleistungen an gegenständen oder menschen).
obwohl ich mir einbilde,
dass es damals noch heller war,
kurz vor dem schlafengehen.
aber wie gesagt,
es kann sein,
dass ich mir das alles nur einbilde!
Samstag, November 18, 2006
zweihundertundachtundvierzig
eine lochzange - eine revolvierende
habe ich mir zu besorgen gehabt
heute
weil die gürtel neue löcher brauchen
weil kein geld nicht da ist, um neue gürtel anzuschaffen.
so haben sie ein loch bekommen.
zwei gürtel
mit je einem loch im wert von € 8,495
das macht dann gleich wieder ein wenig stolz,
so teure löcher zu haben!
habe ich mir zu besorgen gehabt
heute
weil die gürtel neue löcher brauchen
weil kein geld nicht da ist, um neue gürtel anzuschaffen.
so haben sie ein loch bekommen.
zwei gürtel
mit je einem loch im wert von € 8,495
das macht dann gleich wieder ein wenig stolz,
so teure löcher zu haben!
zweihundertundsechsundvierzig
es kommt schon der morgen,
es ist schon fast tag,
es blieben die sorgen,
es blieb jede frag'!
nun möge auch heute ein andrer tag sein,
wer gestern ein sauhund ist wieder ein schwein!
drum fürchtet auch nicht vor dem morgigen tag,
weil ich immer wieder das eine nur sag:
der mensch ist des menschen wohl allgrößter feind!
das bleibt er so lange, bis wir wieder vereint
mit dem reiche der fauna, mit dem reiche der welt,
bis wir einmal entdecken: es lebt sich auch ohne geld!
es ist schon fast tag,
es blieben die sorgen,
es blieb jede frag'!
nun möge auch heute ein andrer tag sein,
wer gestern ein sauhund ist wieder ein schwein!
drum fürchtet auch nicht vor dem morgigen tag,
weil ich immer wieder das eine nur sag:
der mensch ist des menschen wohl allgrößter feind!
das bleibt er so lange, bis wir wieder vereint
mit dem reiche der fauna, mit dem reiche der welt,
bis wir einmal entdecken: es lebt sich auch ohne geld!
Freitag, November 17, 2006
zweihundertundfünfundvierzig
es ist fast zwölf,
da kann ich nicht mehr lange aufbleiben.
da fürchte ich mich vor der hexe.
ich gehe jetzt langsam.
nur damit nicht ein verdacht aufkommt:
die geisterstunde ist es nicht, die mich fürchten läßt!
es sind die stunden davor und die danach, die mir das grauen bringen!
da kann ich nicht mehr lange aufbleiben.
da fürchte ich mich vor der hexe.
ich gehe jetzt langsam.
nur damit nicht ein verdacht aufkommt:
die geisterstunde ist es nicht, die mich fürchten läßt!
es sind die stunden davor und die danach, die mir das grauen bringen!
zweihundertundvierundvierzig
ich werde nie mehr über kamillentee
oder kamillosan
oder pur schreiben!
nie mehr!
nicht einmal auf anfrage und schleimigsten bittstellungen!
so stur bin ich hund!
oder kamillosan
oder pur schreiben!
nie mehr!
nicht einmal auf anfrage und schleimigsten bittstellungen!
so stur bin ich hund!
zweihundertunddreiundvierzig
heute mag ich nicht mehr dichten,
will fortan darauf verzichten.
schreibe keine neuen verse,
hierauf reimt sich leider ferse.
gehe unverdrossen weiter,
jag das männchen auf die leiter,
wäre ich nicht so versessen,
auf das brot, das ich gegessen.
hole schnell noch eine schnitte,
schmiere butter auf die mitte,
trinke tee von der kamille,
esse pudding mit vanille.
denke an den helge schneider,
von dem bin ich ja ein neider.
das bekenn ich unverdrossen,
weil viel schweiss er schon vergossen,
wenn er uns zum besten gibt,
alles was man halt so liebt
an ihm und auch an seinen liedern,
doch will ich jetzt mich nicht anbiedern,
sonst denkt er sich noch seinen teil.
und ich such in der flucht mein heil.
sonst komm ich gar nicht mehr zum schluss,
was mir dann bleibt ist nur verdruss,
weil ich nicht leben kann vom dichten,
drum muss ich arbeit noch verrichten.
der helge lacht sich jetzt fast krumm,
was sind die blöden menschen dumm!
will fortan darauf verzichten.
schreibe keine neuen verse,
hierauf reimt sich leider ferse.
gehe unverdrossen weiter,
jag das männchen auf die leiter,
wäre ich nicht so versessen,
auf das brot, das ich gegessen.
hole schnell noch eine schnitte,
schmiere butter auf die mitte,
trinke tee von der kamille,
esse pudding mit vanille.
denke an den helge schneider,
von dem bin ich ja ein neider.
das bekenn ich unverdrossen,
weil viel schweiss er schon vergossen,
wenn er uns zum besten gibt,
alles was man halt so liebt
an ihm und auch an seinen liedern,
doch will ich jetzt mich nicht anbiedern,
sonst denkt er sich noch seinen teil.
und ich such in der flucht mein heil.
sonst komm ich gar nicht mehr zum schluss,
was mir dann bleibt ist nur verdruss,
weil ich nicht leben kann vom dichten,
drum muss ich arbeit noch verrichten.
der helge lacht sich jetzt fast krumm,
was sind die blöden menschen dumm!
zweihundertundzweiundvierzig
das walross hat zugebissen,
eine schwimmerin
in der bucht vor san francisco
immer wieder und wieder
bis sie genäht werden mußte,
die arme haut.
das walross schalt man des wahnsinns ob verdorbenen krautes, welches es genoss!
oder ob eines verstärkten triebes zum schutze vor dem abhandenkommen etlicher weibchen!
wie dem auch sei. das walross würde gelacht haben, hätte es die geschichte gelesen und fortan nicht mehr zugebissen!
eine schwimmerin
in der bucht vor san francisco
immer wieder und wieder
bis sie genäht werden mußte,
die arme haut.
das walross schalt man des wahnsinns ob verdorbenen krautes, welches es genoss!
oder ob eines verstärkten triebes zum schutze vor dem abhandenkommen etlicher weibchen!
wie dem auch sei. das walross würde gelacht haben, hätte es die geschichte gelesen und fortan nicht mehr zugebissen!
zweihundertundeinundvierzig
nutze den tag
und tue alles
was dich zum hierbleiben zwingt
gut.
aber tue es,
weil du ansonsten den rechenschaftsbericht
nicht legen kannst.
dann wirst du ausgelacht und ausgepfiffen!
von all jenen, die auch nichts geleistet haben!
und tue alles
was dich zum hierbleiben zwingt
gut.
aber tue es,
weil du ansonsten den rechenschaftsbericht
nicht legen kannst.
dann wirst du ausgelacht und ausgepfiffen!
von all jenen, die auch nichts geleistet haben!
zweihundertundvierzig
es könnte sein,
dass hier wieder ein wenig mehr ruhe einkehrt.
zumindest eine gewisse zeitspanne lang,
deren genaue dauer ich jetzt noch nicht abzuschätzen vermag.
wenn man das hier so liest,
dann könnte man meinen,
man hätte sich verhört!
dass hier wieder ein wenig mehr ruhe einkehrt.
zumindest eine gewisse zeitspanne lang,
deren genaue dauer ich jetzt noch nicht abzuschätzen vermag.
wenn man das hier so liest,
dann könnte man meinen,
man hätte sich verhört!
zweihundertundneununddreissig
inwieweit ein abendkleid
noch eine kleidung ist,
das fragte mich die adelheid,
die eins und achtzig misst.
sie haben mir ein lied gemacht,
aus buch und auch aus staben.
das licht, das wurde ausgemacht,
gemütlich sollt ich's haben.
ich habe dann noch viel gelacht
und auch vor freud gelitten,
es hat mir einen spass gemacht,
ich will ihn mir verbieten!
die kinder trinken erdbeersaft
die mütter müssen weinen,
das gibt der ganzen wirtschaft kraft,
der herr, der gibt's den seinen!
noch eine kleidung ist,
das fragte mich die adelheid,
die eins und achtzig misst.
sie haben mir ein lied gemacht,
aus buch und auch aus staben.
das licht, das wurde ausgemacht,
gemütlich sollt ich's haben.
ich habe dann noch viel gelacht
und auch vor freud gelitten,
es hat mir einen spass gemacht,
ich will ihn mir verbieten!
die kinder trinken erdbeersaft
die mütter müssen weinen,
das gibt der ganzen wirtschaft kraft,
der herr, der gibt's den seinen!
zweihundertundachtunddreissig
es grüssen die schwalben vom himmel ganz oben
hier unten, da fehlt mir das licht.
die katzen, die haben den stein hochgehoben,
ich selber, ich glaube dies nicht.
da war noch ein männlein, ein ganz bucklichts eben,
das fing mir zum spass eine fliege,
ich brauche das weinen, das lachen, das leben,
ich nehme soviel, wie ich kriege.
hier unten, da fehlt mir das licht.
die katzen, die haben den stein hochgehoben,
ich selber, ich glaube dies nicht.
da war noch ein männlein, ein ganz bucklichts eben,
das fing mir zum spass eine fliege,
ich brauche das weinen, das lachen, das leben,
ich nehme soviel, wie ich kriege.
zweihundertundsiebenunddreissig
ich küsse die nacht wie die sterne das licht,
ich regne die wolken, mich regnet es nicht,
dann schau ich noch runter auf großmutters schuh,
die taube singt immer nur ruckediguh!
ich laufe noch schneller als gestern um drei,
ich bleibe noch auf, denn was ist schon dabei,
sie schaut noch herüber, die scheckige kuh,
die taube singt immer nur ruckediguh!
dann suche ich mir noch ein plätzchen für mich,
dann warte ich noch auf - natürlich nur dich,
dann wünsche ich mir gute nacht - geh zur ruh,
die taube singt immmer noch ruckediguh!
ich regne die wolken, mich regnet es nicht,
dann schau ich noch runter auf großmutters schuh,
die taube singt immer nur ruckediguh!
ich laufe noch schneller als gestern um drei,
ich bleibe noch auf, denn was ist schon dabei,
sie schaut noch herüber, die scheckige kuh,
die taube singt immer nur ruckediguh!
dann suche ich mir noch ein plätzchen für mich,
dann warte ich noch auf - natürlich nur dich,
dann wünsche ich mir gute nacht - geh zur ruh,
die taube singt immmer noch ruckediguh!
zweihundertundfünfunddreissig
mir kommen schnell die tränen.
meistens vor dem weinen.
habe ich dann gut geplärrt,
bleibt mir nur noch das abwischen.
für mehr stehe ich nicht gerade.
das war es auch schon wieder.
man sollte immer gleichzeitig klavier üben
und rechnungen saldieren.
da bleibt man am ball!
meistens vor dem weinen.
habe ich dann gut geplärrt,
bleibt mir nur noch das abwischen.
für mehr stehe ich nicht gerade.
das war es auch schon wieder.
man sollte immer gleichzeitig klavier üben
und rechnungen saldieren.
da bleibt man am ball!
zweihundertundvierunddreissig
oft braucht es nur ein paar zeilen,
damit man etwas nützliches aufschreiben kann.
auch ein stück papier ist nicht zu verachten.
dann noch einen stift
und nun?
damit man etwas nützliches aufschreiben kann.
auch ein stück papier ist nicht zu verachten.
dann noch einen stift
und nun?
zweihundertunddreiunddreissig
es gibt irrsinnig viele verrückte.
nicht nur in meiner welt,
auch in der ihren.
nicht nur in meiner welt,
auch in der ihren.
zweihundertundzweiunddreissig
nichts, was hier geschrieben steht, ist aus dem internet gestohlen.
manches geliehen - aber nicht wortgleich.
und abgeschrieben - gar nichts.
und trotzdem ist es keine doktorarbeit wert.
wo kommen wir da am ende noch hin.
das kostet!
manches geliehen - aber nicht wortgleich.
und abgeschrieben - gar nichts.
und trotzdem ist es keine doktorarbeit wert.
wo kommen wir da am ende noch hin.
das kostet!
zweihundertundeinunddreissig
ich bin sosehr in mein rechtes hirn verliebt.
viel mehr, als in meine linke hemisphäre.
da fühle ich mich gar nicht wohl dabei
und mir wird alleine vom darandenken übel.
hätte ich früher mehr gerlernt,
dann könnte ich heute mehr vergessen!
so aber bleibt mir nur die späte erkenntnis.
frühe einsicht wäre besser gewesen, kommt aber heute zu spät!
viel mehr, als in meine linke hemisphäre.
da fühle ich mich gar nicht wohl dabei
und mir wird alleine vom darandenken übel.
hätte ich früher mehr gerlernt,
dann könnte ich heute mehr vergessen!
so aber bleibt mir nur die späte erkenntnis.
frühe einsicht wäre besser gewesen, kommt aber heute zu spät!
Donnerstag, November 16, 2006
zweihundertunddreissig
an den drescher gerichtet,
nicht zu ende gedichtet,
aber auf morgen verschoben,
da werden weiter scheite gekloben.
die schlichten wir dann auf einen haufen,
das was wir nicht fressen, das müssen wir saufen!
so saufen wir heute, so fressen wir morgen,
am ende bleiben am teller die sorgen.
die fressen die maden, die fressen die fliegen,
aber am ende, da werden wir siegen.
dann werden wir feiern und fressen und saufen,
und werden das fell unsres bären verkaufen!
nicht zu ende gedichtet,
aber auf morgen verschoben,
da werden weiter scheite gekloben.
die schlichten wir dann auf einen haufen,
das was wir nicht fressen, das müssen wir saufen!
so saufen wir heute, so fressen wir morgen,
am ende bleiben am teller die sorgen.
die fressen die maden, die fressen die fliegen,
aber am ende, da werden wir siegen.
dann werden wir feiern und fressen und saufen,
und werden das fell unsres bären verkaufen!
zweihundertundneunundzwanzig
ich habe sorgenvoll meine gedanken gen zukunft gerichtet.
dass es mir dabei gegraut hat, das darf hier keinen wundern.
was hilft mir da noch eine hoffnung, die ich schon lange aufgegeben.
hier ist die hoffnung gestorben, weil es sie nie gab!
dass es mir dabei gegraut hat, das darf hier keinen wundern.
was hilft mir da noch eine hoffnung, die ich schon lange aufgegeben.
hier ist die hoffnung gestorben, weil es sie nie gab!
zweihundertundachtundzwanzig
die meisten menschen brauchen liebe,
die meisten menschen kriegen hiebe.
die meisten menschen hoffen weiter,
die beulen werden voller eiter.
sie platzen auf vom neuen schlagen,
mir schlägt's die sache auf den magen.
und eingedroschen wird auch morgen,
da mache ich mir keine sorgen.
und wie der drescher so versohlt,
den schwächeren der teufel holt,
der grinst und zaudert unterdessen,
er wird den drescher nicht vergessen!
die meisten menschen kriegen hiebe.
die meisten menschen hoffen weiter,
die beulen werden voller eiter.
sie platzen auf vom neuen schlagen,
mir schlägt's die sache auf den magen.
und eingedroschen wird auch morgen,
da mache ich mir keine sorgen.
und wie der drescher so versohlt,
den schwächeren der teufel holt,
der grinst und zaudert unterdessen,
er wird den drescher nicht vergessen!
zweihundertundsiebenundzwanzig
mögen mir die haare zu berge stehen,
ich würde nicht zögern, die wahrheit zu schreiben.
auch auf die gefahr hin,
erkannt zu werden.
lügen bleiben meine geheimnisse.
nichtgesagte wahrheiten sind die schlimmsten lügen!
ich würde nicht zögern, die wahrheit zu schreiben.
auch auf die gefahr hin,
erkannt zu werden.
lügen bleiben meine geheimnisse.
nichtgesagte wahrheiten sind die schlimmsten lügen!
zweihundertundsechsundzwanzig
ungewissheiten brauchen meistens einen kleinen riss auf der seite,
der einblicke in die - nennen wir sie ruhig - verborgenheiten zuläßt.
für die wahrheitsliebenden ist dieser text nicht gedacht.
nur für die unbekümmerten und morgenlandfahrer,
da läßt er sich gut gebrauchen.
der text.
der einblicke in die - nennen wir sie ruhig - verborgenheiten zuläßt.
für die wahrheitsliebenden ist dieser text nicht gedacht.
nur für die unbekümmerten und morgenlandfahrer,
da läßt er sich gut gebrauchen.
der text.
Abonnieren
Posts (Atom)