Donnerstag, September 06, 2007

fünfhundertundfünfundneunzig

neugierig geworden
lösche ich das licht aus.
nun habe ich endlich die möglichkeit,
alles zu sehen!

Mittwoch, September 05, 2007

fünfhundertundvierundneunzig

ich kann als der morgenlandfahrer illusionen zerstören,
wenn ich will.
ich kann als der, der ich bin,
aber auch wahrheiten erschaffen!


so etwas gemeines!

Dienstag, September 04, 2007

fünfhundertunddreiundneunzig

wehrt euch,
ihr menschen!

seid nicht mehr länger bereit zum sklaventum!

sterbt aufrecht und mit freuden,
als dass ihr lebet gebeugt und voll der furcht!

das sage ich euch als eine wahrheit!

ihr findet mich dort,
wo ich bin!

suchet mich dort,
wo ihr verzweifelt!

fünfhundertundzweiundneunzig

es gehört nicht in diese welt hineingesprochen,
die sich erbricht an unnützen sätzen.

es genügt, wenn die wellen der meere sich nicht mehr fürchten,
davor, dass sie durchpflügt ein schiff, welches noch ungebaut!

es reicht mir durchaus,
wenn ich noch ein wenig frischluft habe.

alle arbeit ist sklaverei!

fünfhundertundeinundneunzig

wenn ich denn einmal sterben sollte,
dann möchte ich zumindest tod sein dürfen,
ohne an das leben erinnert zu werden.

ich brauche keine hölle,
sowenig,
wie ich einen himmel will.

es genügt mir schon,
mein eigener gott zu sein!

fünfhundertundneunzig

über mich kann jeder denken,
wie er will,
was er will und wie oft er das will.
es stört mich nicht.

ich habe vom wasser der erkenntnis getrunken,
welches anderen noch nicht einmal die lippen benetzte.

auch diese sätze werden einmal erinnerung sein!

fünfhundertundneunundachtzig

ich hörte schon von den elfen,
da war ich noch jugendlich.
heute kann ich sie auch sehen,
weil ich erwachsen geworden bin!

Montag, September 03, 2007

fünfhundertundachtundachtzig

oft reicht schon eine kleinigkeit,
um jemanden glücklich zu machen!

großen taten fehlt es oft an der umsetzung.
wörter können unendlich viel zerstören,
mehr noch,
als hände je errichten werden können!

fünfhundertundsiebenundachtzig

an manchen tagen geschehen die seltsamsten unglücke.
so kann man sich auch aus kleinigkeiten eine freude machen,
auch wenn man gar nicht mehr gehofft hätte,
dass es wehtut!

im wesentlichen ist das unglück eine freude,
weil es an die schönen tage erinnert.

man muss nicht pessimist sein,
um sich am leben zu erfreuen,
doch es macht es unglaublich leichter!

Donnerstag, August 30, 2007

fünfhundertundsechsundachtzig

man könnte ja immerhin versuchen,
ob man nicht als etwas schlechterer mensch
eine spur besser lebte,
als ein guter je leben wird!

fünfhundertundfünfundachtzig

könnte ich wie ich wollte,
wollte ich mehr als ich könnte,
hätte aber dennoch nicht alles,
was ich haben wollte,
als ich noch konnte.

wie kann man nur so viel wollen?

Donnerstag, August 23, 2007

fünfhundertundvierundachtzig

sorgfältig schaue ich auf den tag zurück,
ohne ihn dabei schonen zu wollen,
so möchte ich ihn doch in den müll schmeissen!

wozu auch extra nachdenken?

Sonntag, August 19, 2007

fünfhundertunddreiundachtzig

mir kommt es heute schon wieder ziemlich spät vor.
da werde ich mich wohl oder übel hinlegen müssen!
das könnte irgendwann einmal von bedeutung sein.
kryptografierechner (in amerika bspw.) werden im wahnsinn verdunsten!

fünfhundertundzweiundachtzig

frische häuser zu verkaufen,
ein dutzend im angebot billiger,
zugreifen leute,
so billig wie heute bekommt ihr sie nie mehr!

ihr kriegt heute auch noch eine heizung extra - sonst kostet!

fünfhundertundeinundachtzig

verschiedene schwierigkeiten entstehen anfangs einfach,
enden meist im chaos und selten im gelösten wohlgefallen.

mit mir ist es auch nicht immer einfach!

Samstag, August 18, 2007

fünfhundertundachtzig

einen hab' ich noch!
wo ist er denn?
ach hier ist er ja!

fünfhundertundneunundsiebzig

so einfach könnte das leben sein.
einfach ein reporter bei einem tagblättchen sein,
das hätte man werden sollen.

da könnte man beruhigt auf den herzinfarkt hinarbeiten,
oder rücken!

fünfhundertundachtundsiebzig

sie werden mir wieder einmal sagen,
dass ich nicht ernsthaft bei der sache wäre!
lächerlich!

fünfhundertundsiebenundsiebzig

weil er auch manchmal geburtstag hat,
soll man ihm gratulieren dürfen.

auch wenn er es nicht lesen wird,
so soll es doch nicht zum vergessenen zählen.

es hat sich jemand was gedacht!

Freitag, August 17, 2007

fünfhundertundsechsundsiebzig

so sehr habe ich es mir herbeigesehnt,
dieses beschissene regenwetter!

Donnerstag, August 16, 2007

fünfhundertundfünfundsiebzig

er hat noch gar nicht vorbeigeschaut.
möglicherweise ist er am ende verstorben und versucht eine botschaft aus dem jenseits ins diesseits zu übermitteln.

bis es klappt wird wohl noch viel wasser verdunsten!

fünfhundertundvierundsiebzig

obwohl ich noch nicht viel fieber habe,
fantasiere ich schon ziemlich gut!

fünfhundertunddreiundsiebzig

eigentlich sollte ich heute gar nichts schreiben,
weil ich so einen muskelkater habe.

vom nicht richtigen laufen.

der muskelkater ist ein treues tier!

Mittwoch, August 15, 2007

fünfhundertundzweiundsiebzig

wie gut,
dass ich keinen humor habe.
so kann ich wenigstens noch einigermaßen das leben geniessen!

fünfhundertundeinundsiebzig

ich werde jetzt den hund gassi gehen lassen,
mit mir im schlepptau.
die kinder werden wieder auf mich zeigen,
welch erbärmliche gestalt ich doch dabei abgebe!

so ist das leben,
da kann man nichts machen!
einen hund darf man sich nicht zum feiertag braten!

da kommt man in den gefängnis!

fünfhundertundsiebzig

es ist mir zutiefst zuwider,
dass ich mich hier hersetzen muss
und was schreibe.
ich möchte diesen umstand nur protestierend,
fingerzeigend festhalten.
für nachwelten und anwälte!

Dienstag, August 14, 2007

vorausblick fünf

es kommt ein tag,
an dem ich keine vorausblicke mehr schreibe!

vorausblick vier

es wird eine zeit heranreifen,
in der die feldfrüchte nicht mehr nahrung für die menschen,
sondern nur mehr für den antrieb von maschinen sind!

Montag, August 13, 2007

vorausblick drei

helge schneider
wird in seiner unermesslichen weisheit
eine neue cd herausbringen!
was willst du machen?

vorausblick zwei

ich sehe eine welt,
die den armen hölle,
den reichen inferno sein wird!

vorausblick eins

es wird uns eine zeit geschenkt werden,
die wir uns heute noch nicht einmal vorstellen können!
die reichen werden nicht mehr wissen wo hin,
die armen werden nicht mehr wissen wie hin!

fünfhundertundneunundsechzig

es reicht mir,
ich wende mich neuem zu.
wovon ich mich abwende?
davon!

Sonntag, August 12, 2007

fünfhundertundachtundsechzig

lieber habe ich depressionen,
als gar keine freude mehr am leben!

fünfhundertundsiebenundsechzig

nur spazierendenken,
mehr ist bei diesem sauwetter nicht drinnen!

fünfhundertundsechsundsechzig

wenn ich wollte,
ich könnte
geheimnisse verraten,
die nicht einmal
mir erschlossen sind!

Samstag, August 11, 2007

fünfhundertundfünfundsechzig

der urlaub tat mir gut,
wenn er auch sehr langweilig war.
es ist immer besser, rückblickend auf eine langweilige zeit sehen zu können,
als auf gar keine!

manche sagen, das ginge nicht -
ich aber sage anderes!

fünfhundertundvierundsechzig

er war noch nicht dazugekommen,
sich zu erdreisten.

allemal ein wenig nachgedacht wird er haben.

worüber ist mir fremd,
ihm nicht mehr!

fünfhundertunddreiundsechzig

ich hole mir einen eimer farbe
und male dir dein leben dunkelblau!

fünfhundertundzweiundsechzig

neuerdings behaupten ganz einfache menschen,
dass sie von schwierigkeiten zu berichten wüssten!
nicht ohne ein wenig eingebildet zu sein,
möchte ich mich hier einfach bescheiden zurückhalten
und als nichtsahnend erklären.

ein jemand zu sein, der posthum schon vor dem tode dazu erklärt,
das gälte es zu schaffen!

fünfhundertundeinundsechzig

grosse angst,
mittlere angst,
kleine angst,
keine angst,
zu tode gefürchtet!
aus maus!

es muss nicht immer faschingdienstag sein!

Sonntag, August 05, 2007

fünfhundertundsechzig

sonst ist alles so,
wie es hinterlassen wurde.

man soll sich nicht gleich zu beginn wundern,
wenn es später auch noch genügt!

mir fallen jetzt die augen zu,
so, als hätte ich bis her noch nie ein auge zugetan,
was zugegebenermaßen aber ein echter blödsinn ist.

man muss es sich richten können -
vor dem erblinden!

fünfhundertundneunundfünfzig

angenommen,
man würde ein haus in der mitte falten,
wäre das dann ein haus mit faltdach?

oder doch nur ein beweis für die auswüchse der wegwerfgesellschaft?

so ganz ohne liebreiz - nur ausgeschnitten,
wie einen scherenschnitt - ohne mozart!

Donnerstag, August 02, 2007

fünfhundertundachtundfünfzig

furzende junghühner
jagten einem stierkalb nach.
nicht dass ich wüßte,
wie es ausging.

erzählt wollte die geschichte sein.
nur erzählt.

Mittwoch, August 01, 2007

fünfhundertundsiebenundfünfzig

es kommt noch so weit,
dass man sich entschuldigen muss,
dafür,
dass man geblieben ist.

eines tages,
da wird keine ausrede mehr gelten.

Montag, Juli 30, 2007

fünfhundertundsechsundfünfzig

schnell etwas schreiben,
bevor es vorbei ist.
er geht weiss ich wo hin
kein anschluss an das netz,
oder an die wirklichkeit.

Dienstag, Juli 24, 2007

fünfhundertundfünfundfünfzig

wer mich genauer kennt,
was zwar nur die wenigsten tun,
die meisten glauben,
die allermeisten irrtümlich annehmen,
der weiss jetzt,
dass ich nicht zum feiern auf die welt gekommen bin.
nicht einmal zu einem solchen anlass, wie dem obigen!

es muss weitergehen.
das leben und das schreiben.
so wie immer.

wer rostet, der hat sich zu lange hingesetzt,
oder ist aus eisen und zu lange im feuchten gewesen.
irgendwie hat es nicht funktioniert,
sonst wäre es eben beim glänzenden blech geblieben.
aber so ...

fünfhundertundvierundfünfzig

es gibt ein märchen - zwar noch ungeschrieben - aber doch schon im ansatz dunstend!
das handelt da von einem arsch - mit haaren.
weil es so vulgär ist,
verzeihen sie,
wenn ich dann einen deckel auf den topf tue,
damit es nicht verdampfen kann.
in die welt hinein,
sozusagen und böses im schilde führend,
die menschen in den irrtum stürzend,
so stelle ich es mir,
jagend auf zwei beinen vor. das märchen.

und weil es mich so beleidigt hat,
möchte ich kein wort mehr darüber verlieren!

fünfhundertunddreiundfünfzig

hätte ich es mir aussuchen können,
dann wäre ich am liebsten ein
anderer geworden.

genau möchte ich mich nicht festlegen müssen,
das ginge dann schon ins detail.

und das ist dann doch zu intim!

wenigstens das könnten sie zugeben,
woch ich doch immer nur ihr bestes wollte!

fünfhundertundzweiundfünfzig

nur ein sultan
weiss, wovon ich schreibe!
nur so einer, der die menschen in scheiben schneiden lassen könnte,
wenn er nur mit den fingern schnippen würde,
der kann mich einigermaßen erahnend fühlen!

sonst geht es mir aber noch ziemlich gut!
und ihnen wünsche ich noch einen schönen tag!
ebenfalls!
danke - wäre nicht notwendig gewesen!

fünfhundertundeinundfünfzig

lieber wäre mir,
er bliebe noch etwas dabei.
eine minute noch,
eine flüchtige.
etwas länger,
noch ein wenig.
vielleicht auch nur aus egoismus,
weil etwas anderes ist es nie!
meistens!

fünfhundertundfünfzig

so eilen wir alle ein wenig unseren träumen hinterher
und wundern uns,
dass wir nicht erwachen.

die einen meinen, dass sie
so kurz vor dem hinübergehen,
noch einmal tun werden,
was sie immer tun wollten.

dass sie sich irren, sei hier verraten.
zweifach obendrein.
zum einen werden sie nichts mehr tun,
zum anderen gehen sie hinunter - die meisten!

fünfhundertundneunundvierzig

ich brauche noch ein wenig zeit,
um mir meine eindrücke machen zu können.
wovon weiss ich schon,
worüber ist mir auch klar,
wie lange, weiss ich nicht!

fünfhundertundachtundvierzig

frei - er ist frei,
torkelnd vor freude,
weil betrunken ich ihn nicht wähnte,
stürzte er sich die paar meter luft in den garten hinab,
da ich ihn vorhin im oberen stockwerk aus dem fenster in die freiheit entlassen habe.

natürlich ist für den rohen charakter dies nichts wert,
für den schmetterling jedoch,
den meine worte besingen,
war es sein leben!

wenn auch nur von kurzer dauer,
doch leben im übermaß!

Montag, Juli 23, 2007

fünfhundertundsiebenundvierzig

er bewegte sich, den fotoapparat in der hand,
zaudernd in richtung abendrot.
leider weiss ich nicht mehr,
ob es ihm geholfen hat,
weil ich es nicht gesehen habe.
und man muss bei der wahrheit bleiben.

Sonntag, Juli 22, 2007

fünfhundertundsechsundvierzig

in pirmasens gibt es mehr als in rom,
wovon ist wurscht.
interessiert ohnehin nur die intellektuelle klasse.
wäre aber einfach, dahinterzukommen,
wenn man möchte.

so rätselt es mich tagein, tagaus -
und was nützt es mir?

ich sollte bescheidener mich kleiden,
in sack und asche hüllen,
nicht immer nur juwelen und all das zeugs,
das formalinstichige!

fünfhundertundfünfundvierzig

lebendig begraben in der zeit,
den vestalinnen gleich,
so ist das leben nach dem verlust der unschuld.

und wenn ich sie denn fände, gesetzt den fall (das ist so richtig, der herr oberlehrer hat es auch gesagt --> akkusativ),
dann zögerte ich nicht und verlöre sie von neuem!

fünfhundertundvierundvierzig

er wartet auf die zeit,
die ihm zugemessen,
umsonst.
das herz will nicht mehr schlagen!

der mordbube hat es totgemacht!
obwohl es auch noch eine andere wahrheit gibt!
die bleibt aber unerzählt.
nur ich geb ihm ein zeugnis ab!

Freitag, Juli 20, 2007

fünfhundertunddreiundvierzig

nur weil du das foltern verboten hast,
für den cia
nur dafür mag ich dich wieder ein wenig,
noch nicht viel,
aber viel mehr als noch gestern.
g. w.!
wenn du mein freund wärest,
dann würde ich dich schorschl nennen!

Mittwoch, Juli 18, 2007

fünfhundertundzweiundvierzig

in österreich könnte ich -
wenn ich wollte -
einen politiker einen idioten schimpfen.

ungestraft - barfuss oder auch mit schuhen!
völlig egal.

in einem rechtsstaat kann man so etwas!
hast du gehört g. w. !?!?

natürlich tue ich das nicht -
in der öffentlichkeit nicht -
aber im stillen.

da tue ich manches,
da schimpfe ich -
und wie!

fünfhundertundeinundvierzig

ich sollte seriöser werden,
nicht mehr so unbefugt.
natürlich wetteifere ich mit den dümmeren auf der welt,
weil es einfacher ist.

Montag, Juli 16, 2007

fünfhundertundvierzig

jetzt ist es soweit
jetzt

und wenn sie glauben,
dass sich etwas ändern wird,
dann gehören sie auch zu den
einskommanullviersieben prozent!

fünfhundertundneununddreissig

ich nehme mir für heute hitzefrei!

was soll man sonst viel machen,
wenn es einmal so heiss ist,
dass nicht einmal mehr das saufen
freude macht!

fünfhundertundachtunddreissig

nie sollte man mich einen lügner schimpfen,
doch sagen könnt ihr es gerne.
es kümmert mich nicht,
wenn mich törichte buben so benennen.

noch ist es mir einerlei!

wo ist der mit den bubendummheiten geblieben!
aber das gehört nicht hierher,
sondern ganz alleine in meinen kopf!

so ist es eben mit dem geschriebenen wort,
kaum getippt, schon weg!

wieder da und schwupp-di-wupp!

fünfhundertundsiebenunddreissig

wir lassen es dabei!

ich höre auf!
was soll ich sonst noch alles tun!
als aufhören!

doch in der stadt,
da gehen die menschen am geld zugrunde,
oder weil sie keines haben.

auch das erzählt uns die geschichte,
für die wissenden!

fünfhundertundsechsunddreissig

obwohl mir hitze nicht viel ausmacht,
wäre es doch vorstellbarer, kühleres zu denken!

alleine die sengenden sonnenstrahlen bleiben als eindruck auf der haut zurück,
oder als rötung. besser als rötung.

lassen wir es dabei!

Samstag, Juli 14, 2007

fünfhundertundfünfunddreissig

für den fall,
dass dies hier eine frau liest - nein nicht du g. w. -
es ist viel zu spät, für den gang.

die rätsel werden mehr und ungelöster!
bis man dahinterkommt - oder auch nicht!

fünfhundertundvierunddreissig

den leidenden als mahnmal,
errichtete ich ein monstrum,
zum staunen!

nun irren sich nicht nur die gelehrten,
sondern auch das gemeine volk tut sich schwer,
etwas nicht zu begreifen.

die anderen brauchen sich keine gedanken mehr darüber zu machen,
es ist wirklich passiert!

man könnte - mit etwas mühe - dahinterkommen!

fünfhundertunddreiunddreissig

ich könnte, wenn ich wollte,
einfach aufhören.
nicht mehr fortfahren,
einfach ein ende machen!

aber dafür bin ich schon zu weit gegangen!

Mittwoch, Juli 11, 2007

fünfhundertundzweiunddreissig

mir kann man nicht einfach irgendwie etwas oder auch anderes vorschreiben!
man muss es mir schon erklären!

einfach gesagt ist mir die welt zu kompliziert,
kompliziert gesagt ist es mir schon zu kompliziert!

da kommt man selber nicht mehr mit!

Montag, Juli 09, 2007

fünfhundertundeinunddreissig

man kann den krug so lange zum brunnen schicken,
bis er bricht,
das stammt aus der schöpfungsgeschichte
die ursuppe!

Samstag, Juli 07, 2007

fünfhundertunddreissig

lebenslang
hundespaziergänge mit nassen pfoten abwischen - nachher
gesundheitsstrapazen
kalte ohren
es gibt eine hölle!

fünfhundertundneunundzwanzig

glauben sie mir,
dass ich nicht immer tue,
was ich will,
und seltener noch, was ich soll.

dafür stehe ich ein.

Montag, Juli 02, 2007

fünfhundertundachtundzwanzig

muskelzuckend liege ich vor mir und denke nach über mich - worüber eigentlich?
es soll auch sonst sehr schön sein, wenn man gestorben ist,
sagte zumindest meine großmutter damals.
jetzt wird sie es wissen, ob sie recht hatte.

Sonntag, Juli 01, 2007

fünfhundertundsiebenundzwanzig

natürlich könnte ich auch lustig sein,
doch - im vertrauen - es ist so schwer!
deswegen gehe ich den leichteren weg,
der zwar mühsal genug bereithält,
aber zuletzt mir auch immer noch vergnüglicher erscheint.

Freitag, Juni 29, 2007

fünfhundertundsechsundzwanzig

oftmals wird die butter ranzig,
eine große stadt heißt danzig,
das macht die butter nicht mehr frisch,
in danzig stinkt es nie nach fisch.

schutzwoche für den gemeinen reim!
auch diese art von reim hat ihr recht auf existenz!

Donnerstag, Juni 28, 2007

fünfhundertundfünfundzwanzig

mir gehen schön langsam die gedanken aus!
ich habe auch keine zeit mehr,
mir welche zu machen!

fünfhundertundvierundzwanzig

es ist schon so viel geschehen auf dieser welt,
dass es für neunhundertneunundneunzig nachrichtensendungen täglich reichen könnte!

fünfhundertunddreiundzwanzig

in vergessenheit geraten.
und das auch nur durch zufall!
das ist ein schlimmes schicksal,
das einem zu teil werden kann!

fünfhundertundzweiundzwanzig

keiner wird den fehler entdecken,
keiner!
so, wie ungemacht,
so wird es sein - für immer!
ich werde es ihnen beweisen,
dass es besser gewesen wäre,
hätten sie mir öfter meine lügen abgenommen!

fünfhundertundeinundzwanzig

zu fleiss schreibe ich noch einen,
zu fleiss!
nur damit ich sie ärgern kann
die grauen!
die verlogenen!
die aasschweine!
die nebenmirgehenden!

fünfhundertundzwanzig

das kind plärrt von hinten,
so kann man keine kunstwerke schaffen,
die für die ewigkeit sind.
oder doch?
nicht etwa doch?
oder - ruhe zwischendurch - bitte - nur kurz -
ach was,
der säugling versteht ja ohnehin noch nichts vom leben!

fünfhundertundneunzehn

die zeit stürzte sich vom dritten stock über das wurmstichige brückengeländer,
keiner weiss wozu!
nicht einmal ich, der ich diese szenerie unauffällig von hinten beobachtet habe.
eine vermutung hätte ich, aber wie gesagt: ist nur eine vermutung!

fünfhundertundachtzehn

hätte ich mein leben früher gelebt,
so könnte ich heute schon mit viel ruhigerem gewissen tot sein!

fünfhundertundsiebzehn

hoffentlich hattet ihr es schön heiss
im urlaub, da unten!
den bösen buben sei es gesagt:
das ist eine probe auf das höllenfeuer,
das ewige, welches euch erwartet!

fünfhundertundsechzehn

die sparkassenbücher sind bei den enkelkinder beliebter
als der hund der großmutter es im tierheim je sein könnte!
die unzufriedenheit mit den hinterlassenschaften
ehrt niemals die verblichene!

fünfhundertundfünfzehn

die getränkekarte, herr ober - bitte!
oder bringen sie einfach das gleiche wie immer,
nur ohne milch, dieses mal und zwei zucker und vielleicht statt dem keks drei!

fünfhundertundvierzehn

neulich ging ich die strassen entlang,
egal welche, es können auch wege gewesen sein,
das ist bei dieser geschichte auch gar nicht so wichtig,
so, jetzt bin ich abgekommen,
wo wollte ich eigentlich hin???

fünfhundertunddreizehn

ich mache dann meine kaffeepause.
die habe ich mir verdient.
seit gestern schon.
und doch trinke ich den kaffee schon von übermorgen!
und das,
wo doch die buben so eifrig die rosenkränze gebetet haben!
ungehört von ihren göttern!

fünfhundertundzwölf

leider sind die verschlusssachen öffentlich geworden.
stückwerk ist dabei herausgekommen.
doch die sache hat sich gelohnt,
einstmals für die wenigen!

fünfhundertundelf

hierzulande glaubt man noch an märchen und an die reden von politikern.
es ist an der zeit wegzugehen,
irgendwann dann eben!

Mittwoch, Juni 27, 2007

fünfhundertundzehn

da bin ich schon lieber besoffen,
als mit meinem nachbar per du!

fünfhundertundneun

nicht alle tätigkeiten bringen geld ein,
manche nur leere geldbörsen!

fünfhundertundacht

ich schaue mir die zukunft noch ein wenig an!

fünfhundertundsieben

was muss ich wohl noch alles machen?
was müssen sie noch alles ertragen müssen?
grundlos schüchtern sein,
das ist eine tugend!

fünfhundertundsechs

ich glaube verschwörungstheorien,
weil sie ehrlicher klingen,
als deren entgegnungen!
keinesfalls aber glaube ich mehr an die wahrheit!

fünfhundertundfünf

das ist einer meiner letzten einträge!
wenn ich mich nicht bald ändere,
dann bleibe ich für immer ein lügner!

fünfhundertundvier

schwermütig - nein danke!
da bin ich dann schon lieber depressiv!
das ist mir weniger gockelhaft - bodenständiger einfach!

fünfhundertunddrei

nur noch ein tag weniger zu leben!
gott sei dank!

fünfhundertundzwei

ich gehe als gutes beispiel voran.
ich werde niemals einen schritt vor dem anderen tun!

ich werde gar nichts aufregendes machen:
höchstens eine grillerei - aus trotz!

- und natürlich im waldbrandgebiet!
obwohl - und das ist mein voller ernst:
von der behörde betreten würde ich alles bestreiten!

fünfhundertundeins

heute hat die welt ein loch bekommen,
ganz nahe beim - sie wissen schon!

nur der vollständigkeit halber:
es könnte einem ja egal sein,
nur die neugierde, die bringt einen um.

nachbarn starben schon aus neugierde!