Samstag, November 11, 2006

einhundertundneunzig

oft habe ich der tage gedacht, die eisig begannen und im frost endeten!

ich habe - um es mit den worten eines grossen mannes zu beschreiben - hirnwütig hingenommen.

doch verstanden hat man mich nicht!

vielleicht morgen - oder anderntags vielleicht!

oder nie?

einhundertundneunundachtzig

das grauen vergeht
die narben bleiben

die seele erholt sich nur schwer
von den prügeleien

gewitterwolken sind nicht immer willkommen.
natternbrut kommt nicht von ungefähr.

die henker kann man sich nicht aussuchen
und auch das schafott ist fein gezimmert!

die klinge so scharf, dass die vorstellung an sie einen scharfen schmerz auf der zunge auslöst!

wie kann man nur so hirnspissig sein - Marie?

einhundertundachtundachtzig

nie wieder einen schalen geschmack im mund haben müssen.
alles ausspucken können und doch niemanden dabei anspucken müssen.

nie wieder ein gefühl der hilflosigkeit hoffnungslos ausleiden müssen.
alles aufessen können, was auf dem teller serviert wird.

ihn anlachen und auslachen und mitleid haben.
ihn nicht mehr ernst nehmen - nur mehr bedauern!

arme hunde sind bissig!

einhundertundsiebenundachtzig

im langsamen liegt die erkenntnis was geschwindigkeit ist.

wer weisheit hat, wisse!

einhundertundsechsundachtzig

mein wille geschehe
hoffentlich zur zeit
es ändern sich die hammerschläge
im klang

nicht länger mehr werde ich amboss sein.

ich werde schmid!

einhundertundfünfundachtzig

mir geht es nicht besser als den meisten von ihnen
nur unterscheidet sich das im gefühl, das ich habe.

was hilft es mir, wenn es ihnen schlecht geht,
deswegen kommen sie auch nicht aus ihren depressionen heraus.

es ist schon alles ein heilloses durcheinander,
aber so ist es eben, das chaos!

einhundertundvierundachtzig

jetzt gilt es wieder:
das leben war schon einmal angesagt

zwar leben viele lebendige nicht mehr
doch tot fühlen sie sich auch nicht besser

ich kann nur zusehen
ertragen tue ich es nicht!

näheres braucht nicht ausgeführt zu werden
lottospieler gewinnen selten einen hauptpreis in der tombola!

einhundertunddreiundachtzig

gedankenlose fetzen aus erinnerungsgewebe hängen zwischen den zähnen
verblichener haie, die gestern noch im ozean schwammen - oder war es vorgestern?

einhundertundzweiundachtzig

stay cool!
never surrender!

einhundertundeinundachtzig

wo war ich, als die welt begann,
wo bin ich heute die ganze zeit gewesen,
jetzt kommt nicht
wo werde ich morgen sein!

das wäre zu einfach!

das leben ist nicht einfach,
das leben ist sklaverei!

Sonntag, Oktober 29, 2006

einhundertundachtzig

sofort gebe ich nachricht,
wenn mir eine zukommt.

bis heute bleibt alles beim alten,
unerzählt.

doch morgen schon kann das abendrot
bitterböse verglimmen

ich kenne die geheimsten
geheimnisse besser als sie es ahnen

nur - mehr erzähle ich nicht - heute!

einhundertundneunundsiebzig

ich gehöre nicht zu den elenden
eher zu den feiglingen

lieber ein elender feigling
als ein charakterloses wäh!

einhundertundachtundsiebzig

niemals mehr werde ich ein kochbuch lesen,
oder gar kartoffel schälen.

mir liegt es nicht, das zu tun,
obwohl ich gerne fisch esse, mit sauerkraut.

das sauerkraut selber schmeckt mir nicht dazu.

aber weglassen möchte ich es auch nicht

wegen der gewohnheit.

einhundertundsiebenundsiebzig

ein blöder reim ist rasch gefunden
ein armer hund ist leicht geschunden
ein dummes schwein ist selten weise
ein arsch begibt sich auf die reise

ich zaudere und denke nach
beinahe wird mein herzschlag schwach
ob ich noch einmal einer werde
oder wohl sterbe in der herde

das ist die frage meines geistes
nur ich und höchstens du noch weist es
dass ich euch niemals werd gehören
ich tu nur eure kreise stören

einhundertundsechsundsiebzig

der regen trommelt mir gegen mein
gehirninneres
und verursacht
neben ablaufgeräuschen
auch noch
knietiefes hochwasser

wie aber soll man

das verrate mir wer

mit gummistiefeln in ein gehirn kommen?

da bleibe ich lieber bei den nassen füssen!

einhundertundfünfundsiebzig

zum wiederholten male sage ich nichts von bedeutung

es sind meine worte, die ich verschweige

niemand kann mir eine verpflichtung auferlegen

nur schlafen kann man mir befehlen,
aber nicht das erwachen!

einhundertundvierundsiebzig

was kümmert mich das greinen des pöbels?

was schert mich der rest, der von den verwesenden bleibt?

fürchte ich die höllen?

eher die himmel sind es, die mir angst einjagen!

weil so erhöht sie uns vorgebracht werden,
von den lügnern aus dem rinnstein!

einhundertunddreiundsiebzig

nie mehr wieder werde ich mir windgebäck
in die augen zerbröseln.

ein irrwitz, alleine der gedanke.

verklebende lider und was weiss ich noch alles.

alles zu wissen, ist nicht meine pflicht.

doch zum berichten soll es stimmen,
deswegen ärgert mich so ein unsinn meist.

nicht mehr an die anfänge denken,
nur an den rückwärtsgang.

Samstag, Oktober 28, 2006

einhundertundzweiundsiebzig

ungeträumte träume
erinnern mich an garnichts

generalstäbler salutieren sich
noch immer wortkarg zu

indess

die anderen träume - wenn es auch nur die, von gestern sind -
stolpern mir irgendwie entgegen

keine ahnung, wie ausweichen

trotzdem gelingt mir der abschluss perfekt

einhundertundeinundsiebzig

nächtelanges schlafverbot
kursiert schon seit einigen tagen

die generalstäbler salutieren sich noch eifrig
indess
mir ist es einerlei

haben mir doch meine träume
einen ausweg irrgelichtert

von nun an hat das warten ein ende
oder der albtraum beginnt aufs neue

wie jeden tag